Magdalena Shummer-Fangor – Pleasures


When you speak with Magdalena Shummer-Fangor about her work the word that she uses most is “pleasure.” She paints because she loves to paint and loves to see people enjoying her work. Her paintings are intentionally about simple domestic subjects, such as flowers, plants, cats, dogs, or fairy tales. Addressing the archetypes painted in a naïve manner and framed in thick wooden frames they resemble folk art from an unspecified part of the world.

However, the art historian Shummer-Fangor is not an outsider artist. She has spent her life living with art and among artists, and witnessed many significant artistic shifts in the world. She shared her life with her husband, the late renowned Polish American artist Wojciech Fangor, with whom she emigrated from Poland in the ’60s and briefly lived in Vienna, Paris, Berlin, and London before finally settling in the USA. She started to paint in 1965 when they were in Paris, but her output was small and primarily private. After she turned 50, which means 37 years ago, she decided to concentrate on painting more seriously. While Fangor was dividing his time between teaching and painting, Shummer-Fangor was taking care of the household and making her cutouts and painting in her spare time was.

It started with a coincidence. A friend of a friend saw metal cutouts that Shummer-Fangor was making at that time and showed them to Mabel’s Folk Art Gallery in New York on Madison Ave. The feel-good cut-outs and paintings of animals, birds, plants quickly became popular with the public, although the artist was never reviewed by art critics.

Shummer-Fangor paints on board in order to achieve a very smooth texture, which is needed to render precisely all the tiny small details of her tableaux. Oil paint requires time so she mostly works on several paintings simultaneously. When living in the US Shummer-Fangor and Fangor often visited flea markets in the countryside to find old frames. They would soak them in water so that the plaster could easily be removed and then prepare them for their own works. Some of the works in the exhibition are framed in the old frames; today she buys frames in a shop. Shummer-Fangor never studied fine art and refused to take any lessons. Her wish was to discover techniques and painting methods herself. Her husband tried to give her advice but, she laughs, “he was a too well-educated painter to feel what I’m doing.” They never discussed the theoretical embedding of her works either. She has never minded not to get any critical response. What matters to her most is the joy of making and the labor-intensive translation of the beauty of simple objects into art. She wants to give pleasure, as she says, “this is art to look at and to smile.”

Wenn man sich mit Magdalena Shummer-Fangor über ihr künstlerisches Schaffen unterhält ist wohl „Vergnügen“ das Wort, welches am meisten fällt. Sie malt schlichtweg der Freude an der Arbeit wegen und weil sie es liebt Menschen mit ihren Werken zu begeistern. Alltagsobjekte wie Tiere, Blumen, Pflanzen, oder Märchenfiguren dargestellt. Eingerahmt in dicken Holzrahmen repräsentieren ihre Werke in schlichter Manier gemalte Archetypen die augenscheinlich an Volkskunst aus uns unbekannten Teilen der Welt erinnern.

Als studierte Kunsthistorikern ist Shummer jedoch keine Outsiderin. Eng mit Kunstszene verwoben, hat sie ihr ganzes Leben mit der Kunst und der Kunstszene geteilt. Die verschiedensten Facetten und Umbrüche der Kunstwelt blieben ihr nicht verborgen. Zusammen mit ihrem Mann, dem polnisch-amerikanischen Künstler Wojciech Fangor emigrierte sie in den 1960er Jahren aus Polen. Beide lebten in Wien, Paris, Berlin und London und immigrierten letztlich in die USA.

Die künstlerische Arbeit von Shummer begann mit dem Umzug nach Paris im Jahre 1965, allerdings war der Ertrag dieser anfänglichen Periode sehr niedrig. Im Alter von 50 Jahren, entschied sich die Künstlerin dazu der Malerei mehr Aufmerksamkeit und Energie zu widmen. Ihre ersten nennenswerten Erfolge verbuchte Shummer dank eines Zufalls. Ein Bekannter sah die aus Metall gefertigten „Cutouts“, die Shummer in dieser Zeit anfertigte und zeigte sie der Mabel’s Folk Art Gallery in New York, die sich direkt an der Madison Avenue befindet. Diese „Feel-good Cut-outs“ und die Zeichnungen diverser Tiere, Vögel und Pflanzen fanden schnell Anklang und das, obwohl die Künstlerin nie von einem Kunstkritiker rezensiert wurde. Damit der Betrachter jedes noch so kleine Detail erkennen kann und um eine möglichst schmelzend und weich wirkende Textur auf der Oberfläche zu erzeugen, malt die Künstlerin zumeist auf Karton. Da Ihre Ölgemälde sehr viel Zeit in Anspruch nehmen, arbeitet sie oft an mehreren Werken gleichzeitig.

Auf der Suche nach alten Holzrahmen die sie für Ihre eigenen Werke wiederverwenden können, besuchten Shummer und Fangor häufig Flohmärkte. Diese Rahmen haben sie anschließend in Wasser eingeweicht, sodass die Oberfläche leicht abgetragen werden konnte. Einige der ausgestellten Werke sind noch immer in genau so einem Holzrahmen gerahmt. Mittlerweile geht die Künstlerin in ganz normale Läden um ebensolche Rahmen zu erwerben.

Da sie verschiedene Techniken und Zeichenmethoden selbst erlernen und entdecken wollte, hat sich Shummer strikt geweigert Kunst zu studieren oder Unterricht zu nehmen. Ihr Ehemann Fangor wollte ihr oft mit Rat und Tat zur Seite stehen, allerdings lehnte sie auch dies ab, sei er doch ein „zu gut ausgebildeter Künstler gewesen, um sie richtig verstehen zu können“. Der Sinn und Hintergrund Ihrer Arbeiten war nie Gegenstand einer Diskussion zwischen den beiden. Aus Alltagsobjekten Kunst zu kreieren und die schlichte Freude an Ihrer Arbeit stellen für Shummer-Fangor schlussendlich das Wichtigste dar, sie selbst sagt: „das ist Kunst, die einem ein Lächeln ins Gesicht zaubern soll.“